GKV-Routinedatenanalyse

Welche Daten werden ausgewertet?

Es werden anonymisierte Routinedaten durch zwei gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) zur Auswertung zur Verfügung gestellt: der AOK (ca. 25 Mio. Versicherte) und der BARMER (ca. 10 Mio. Versicherte).

Welche Daten stellen die AOK und die BARMER zur Verfügung?

Es werden nur anonymisierte Daten ausgewertet. Somit ist gewährleistet, dass zu keinem Zeitpunkt ein Bezug zu Personen hergestellt werden kann. Die Auswertung umfasst Versicherte mit einer Depressionsdiagnose und wird getrennt für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche durchgeführt. Die Depression wurde ausgewählt, da sie neben der Angststörung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in allen Altersgruppen gehört.

Die Analyse der Daten bezieht sich zum einen auf die Frage des Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung. Dazu werden zeitliche Abstände zwischen Erstdiagnose, Erstkontakt zur psychotherapeutischen Versorgung und Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung, die Kontakte zu Haus- und Fachärzt*Innen und die Häufigkeit und Dauer von Krankenhausbehandlungen ausgewertet. Um zu untersuchen, wie sich der Versorgungs- und Behandlungsablauf gestaltet, werden zudem neben der Morbidität, die Behandlungsdauer und -intensität betrachtet sowie Arbeitsunfähigkeitszeiten.

Um die Fragestellung 1 und 2 zu untersuchen, erfolgt eine Prä-Post-Analyse. Das bedeutet, dass Daten von Versicherten aus dem Zeitraum vor der Reform der Psychotherapie-Richtlinie mit Daten von Versicherten aus dem Zeitraum nach der Reform der Psychotherapie-Richtlinie verglichen werden (s. Abbildung).

 

Zusätzlich werden Daten von Versicherten aus dem Zeitraum nach der Reform dahingehend untersucht, inwieweit psychotherapeutische Sprechstunde, psychotherapeutische Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe tatsächlich Anwendung in der täglichen Praxis gefunden haben.